Zigaretten sind Drogen

Sie enthalten eine psychisch wirksame Substanz, das Nikotin. Es wirkt anregend, in den ersten Minuten leistungssteigernd, stressreduzierend oder auch entspannend. Dass Rauchen auch körperlich abhängig macht, bemerken die meisten Raucher beim ersten Abstinenzversuch. Wird die Nikotinzufuhr unterbrochen, treten bei starken Rauchern eine Vielzahl unangenehmer Wirkungen auf - ein Zeichen für die körperliche Abhängigkeit vom Zigarettenrauchen. Zu diesen Entzugssymptomen gehören Unruhe, Konzentrationsschwäche, Hunger, Schlafstörungen, Gereiztheit, Zittern, Angst und Depressionen. Auch Schwitzen, Kopfschmerzen und Schwindelgefühle können die Folge sein. Die Überwindung der körperlichen Abhängigkeit ist für viele angehende Nichtraucher sehr schwierig. Besonders in Stresssituationen ist die Rückfallgefahr erheblich. Kommt es zum Rückfall, wird das Selbstwertgefühl weiter vermindert und Resignation macht sich breit - man ist eben Raucher.

 

Jede gerauchte Zigarette verkürzt das Leben im Durchschnitt um ca. 8 Minuten. Starke Raucher haben eine um ca. 12,3 % geringere Lebenserwartung. In den USA hat man 1997 durch eine Studie an 32.000 Krankenschwestern herausgefunden, dass Passivrauchen die Herzinfarktgefahr fast verdoppelt (Steigerung um 90 %).

Die Giftmischung

Bei 20 Zigaretten täglich nimmt ein Raucher 3 kg Rauchstaub in 10 Jahren zu sich, das sind 5 Briketts. In einem einzigen Jahr hat dieser Raucher auch eine Tasse Teer in sich aufgenommen.

 

Im Zigarettenqualm sind mehr als 3800 Einzelsubstanzen enthalten. Die schädlichen Wirkungen einiger Giftstoffe werden hier benannt:

 

  • Acrolein
  • Ammoniak
  • Arsen
  • Benpyrene
  • Benzol
  • Blei
  • Blausäure
  • Cadmium
  • Formaldehyd
  • Kohlenmonoxid
  • Nickel
  • Nikotin
  • Nitrosamine
  • Pestizide
  • Stickoxide
  • Teer
  • Venylchlorid
  • Zink

 

Unter anderem handelt es sich hier um Schwermetalle, Giftgase, gebräuchliche Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmittel sowie hochwirksame Gefäß- und Nervengifte. Neben ihrer vielfach nachgewiesenen krebserregenden Wirkung, seien hier beispielhaft nur einige weitere Auswirkungen genannt:

 

  • Das Giftgas Kohlenmonoxid verhindert z.B. die Aufnahme von Sauerstoff im Blut, wodurch es zu Durchblutungsstörungen und Sauerstoffmangel kommen kann. Dieser Effekt wird durch die gefäßverengende Wirkung des Nikotins noch verstärkt.

 

  • Nikotin ist darüber hinaus ein hochwirksames Gefäß- und Nervengift; allein die Nikotinmenge einer Zigarette wirkt tödlich, würde sie intravenös verabreicht.

 

  • Der im Zigarettenrauch enthaltene Teer führt zu Ablagerungen in der Lunge und auf den Atemwegen.

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